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Flora 

Zu den imposantesten Beständen zählen die „Felsengärten“, südlich des Nahetals bei Wald- und Schloßböckelheim. Die buschigen Blütenstände der Zypressen- Wolfsmilch und die schlanken Triebe vom Kugel-Lauch beherrschen das Bild Ende Mai. Auf den Felsvorsprüngen siedeln Edel-Gamander und Berg-Steinkraut.

Da die Umgebung relativ niederschlagsarm ist, findet man besonders anpassungsfähige Pflanzen gegen Hitze und Austrocknung. Solche „Lebenskünstler“ gibt es in Europa nur noch in den Trockensteppen Südosteuropas und rund um das Mittelmeer. Wie konnten die Pflanzen aus dem so fernen Gebieten in unsere Heimat gelangen?
Sie wanderten in der sogenannten Warmzeit vor etwa 8000 Jahren aus dem Mittelmeerraum und dem Südosten Europas ein und breiteten sich mit Hilfe von Wind und Tieren in unserer Heimat aus. Das war leicht möglich, denn das Land war in Folge der vorausgegangenen Eiszeit waldfrei und arm an Samenpflanzen.

 

Folgende Bestimmungsbücher geben weiteren Aufschluss über die einheimische Flora:

1.     Blaufuß, A.: Charakteristische Pflanzengesellschaften und Pflanzen des mittleren und unteren Nahegebietes aus ökologischer und geographischer Sicht. Hrsg.: Friedrich Fiedler, Druckerei und Verlag. Bad Kreuznach.

2.   Haffner, S.: Das Pflanzenkleid des Naheberglandes und des südlichen Hunsrücks in ökologisch-geographischer Sicht. Decheniana-Beih., 15. Bonn 1969.

3.    Altzbach, O.A., Blaufuß, W. Schneider: Mittleres und unteres Nahetal. Rheinische Landschaften. Schriftenreihe für Naturschutz und Landschaftspflege. Heft 34, 1. Aufl.. Köln 1989.ISBN 3- 88094-634-5

 

Vegetation 

Aufgrund der günstigen Klima- und Bodenverhältnisse gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Biotope rund um Waldböckelheim. Einige seien hiermit genannt:

 

Göttelsteiner Felsen 

Lage: Südlich von Bockenau und nordwestlich von Waldböckelheim;

Für besondere Pflanzenvorkommen bemerkenswert; Charakteristisch sind Steinschutthalden; Typisch ist der Gesteinshaldenwald, durchsetzt mit Niederwald und Felsbewachsung; Wald bestehend aus Eiche, Hainbuche, Hasel, Mehlbeere, Esche, Feldahorn und Bergulme; Gewöhnliche Zwergmispel an den Felsen wachsend

 

Welschberg 

Gelände: Extensiv genutztes Grünland sowie aufgelassene und noch bewirtschaftete Weinberge; Halbtrockenrasenähnliche Flächen teilweise stark verbuscht; Soweit nicht landwirtschaftlich genutzt, finden sich alte und neue Weinbergslagen sowie Streuobstanlagen nebeneinander; Vogelkirsche, Eiche und standortfremde Nadelholzpflanzungen allmähliche Wiederbewaldung einleitend;

Vorkommende Sträucher: Heckenrose, Weinrose, Besenginster, Schwarzdorn, Wildbirne , Feldahorn...

 

Mühlenberg  

Lage: Südlich des Ortes, 259,7 m ü. N.N.

Bewachsung: Teilweise Weinbergsbrachen, teilweise Streuobstanlagen; Besonders schützenswerte und seltene Pflanzen vorkommend, wie: Sprossende Felsennelke, Bleicher Schöterich, Schmalblättriger Hohlzahn, Edelschafgarbe, Wimper-Perlgras und Siebenbürger Perlgras; Neben erwähnenswerter Flora auch einzigartige Fauna vorhanden; Besonders schützenswert am Südhang des Mühlenbergs sind Trockenbiotope

 

In den Ortsrandbereichen der Waldböckelheimer Gemarkung finden sich noch Reste von früher ausgedehnten Streuobstbeständen. Solche Streuobstwiesen bestehen aus einzelnen, in Gruppen oder in Reihen gepflanzten Obst-Hochstämmen, die nicht intensiv gepflegt werden. 

In der Gemarkung Waldböckelheim gibt es zwei Naturschutzgebiete: Den Göttelsteiner Felsen und den Trockenrasen am Sportplatz.

Eine „Eiche bei Waldböckelheim“ ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Unter den Schutz nach dem § 24 Landespflegegesetz fallen Flächen wie die Trockenstandorte südlich und östlich von Waldböckelheim oder der Wald westlich der Ortsgemeinde.

 

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